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Die Welt der Briefe bedankt sich bei ihren Lesern und sagt auf Wiedersehen

Seit Sommer diesen Jahres haben wir diesen Blog geschrieben; nicht nur um unsere Freude an Simon Garfields Werk „Briefe!“ zu teilen, sondern auch um Ihnen einen kleinen Teil der großen Welt der Briefe zu präsentieren. Von der Kunst des Briefeschreibens über literarische Briefwechsel bis hin zu kuriosen Anekdoten bekannter Briefautoren – die Welt der Korrespondenz erstaunte nicht nur uns mit ihrer Vielfalt.

Dies ist unser letzter Eintrag. Wie bei jedem Lebewohl kann man auch diesen Abschied auf zweierlei Art erleben: Man kann traurig sein, dass die schöne Zeit vorüber ist oder man kann froh sein, dass es die gemeinsame Zeit überhaupt gab.
Zu unserer glücklichen Traurigkeit gesellt sich noch ein weiteres Gefühl: Dankbarkeit.

Wir danken Ihnen, dass Sie dabei waren als wir über die Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe schrieben, von den kuriosen Poststellen auf dem Grund des Meeres berichteten oder von Oscars Wildes amüsanter Art des Briefeverschickens erzählten.
Wir danken Ihnen für das Interesse an unserem Beitrag zur Feldpost, unserem Bericht über Briefzensur, unserer kleinen Geschichte der Briefmarke und vielem, vielem mehr …

Someone wants a letter from you

The British Postal Museum and Archive, London UK

Besonders erfreute es uns, dass Sie weit mehr als treue Leser waren. Gerade Ihre Kommentare und Anregungen gaben uns das Gefühl eines Dialogs (oder eines Briefwechsels?) und waren stets ein Ansporn für den folgenden Beitrag.
Überwältigend war der Zuspruch, den unser Gewinnspiel erfuhr. Zahlreiche Einsendungen erreichten uns und obwohl die Briefe nicht unterschiedlicher hätten sein können, waren sie doch in einem Punkt gleich: Jede Einsendung bereitete uns ein wahres Vergnügen, manchmal in Form eines Schmunzelns, manchmal durch ein tiefes Ergriffensein. In jedem Fall durften wir auf diese Weise auch einmal in die Rolle des Lesers schlüpfen – sehr zu unserem Wohlgefallen.

Und auch wenn dieser Blog hiermit seinen letzten Beitrag erfährt, ist die Leidenschaft für Briefe für viele von uns neu entfacht worden. Die Mitwirkenden des Blogs verschicken wieder vermehrt private Briefe, kramen in ihren alten Korrespondenzen und erleben auch in ihren Freundeskreisen eine kleine Renaissance dieser alten Kunst.
Soviel darf man verraten: So mancher von uns war verblüfft, wie viel Freude es bereitet Briefe zu verfassen und im Gegenzug ein Schreiben zu erhalten.

Diese Freude wünschen wir auch Ihnen für die Zukunft.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Blog-Team

PS: Schreiben Sie doch mal wieder!

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