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„Man kann einen Brief lesen, man kann einen Brief singen.“ So sagt ein jüdisches Sprichwort. Bei uns sagt man ganz schlicht „Der Ton macht die Musik“ – das klingt natürlich nur halb so schön. Über Briefe gibt es nicht nur Sprichwörter, sie kommen auch in zahlreichen Zitaten berühmter Personen vor. Blaise Pascal, französischer Religionsphilosoph und Naturwissenschaftler – und Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung – sagte einmal: „Lange Briefe schreibt man nur, wenn man nicht genug Zeit hat, kurze zu schreiben.“

Französischer Religionsphilosoph und Naturwissenschaftler

Blaise Pascal

https://de.wikipedia.org/wiki/Blaise_Pascal#/media/File:Pascal_Blaise.jpeg

Auf den ersten Blick mag das etwas verwirrend klingen, denkt man ein wenig darüber nach, muss man ihm recht geben. Schreibt man einfach darauf los, schreibt man sich alles von der Seele, so wird der Brief natürlich länger, doch braucht man wesentlich länger, wenn man die Worte mit Bedacht wählt und lange überlegt. Ein Problem, das man heute auch nur zu gut von SMS, Emails und Whats App-Nachrichten kennt, wusste schon der Arzt Carl Ludwig Schleich Anfang des 20. Jahrhunderts zu benennen: „Das Unglück des Briefeschreibens ist, daß die Worte für sich stehen ohne Geste, Ton und Mimik. Daher die vielen brieflichen Mißverständnisse.“ Nichts desto trotz: „Briefe zu schreiben ist die schönste Art Zeit zu vergeuden“, fand zumindest Politiker John Morley, 1. Viscount Morley of Blackburn.

Zum Abschluss gibt es noch einen Tipp des dänischen Philosophen Søren Aabye Kierkegaard für alle Verliebten unter euch: „Der Brief ist und bleibt ein unvergleichliches Mittel, auf ein junges Mädchen Eindruck zu machen; der tote Buchstabe wirkt oft stärker als das lebendige Wort.“

In diesem Sinne halten wir es mit dem Slogan der Deutschen Post: Schreib mal wieder!

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