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Alle Briefe der Königinmutter sind auffallend amüsant, doch besonders unterhaltsam gerieten ihre kurzen Dankschreiben, die auf allerlei erhaltene Geschenke folgten:

Zum 101. Geburtstag erhielt die Edelfrau eine Garnitur flauschiger Badehandtücher von ihrem Enkel Prinz Charles. Die Königinmutter war begeistert. In einem Dankesbrief schwärmte sie „wie sich die Tücher um ihren ganzen Körper wickeln“ fühle sich schlicht „himmlisch“ an.

Mit ähnlichem Enthusiasmus bedankte sich die Königinmutter für eine Pralinenschachtel. Dabei sparte die Frau kaum mit Superlativen: Die Süßwaren seien „zu himmlisch, um es in Worte zu fassen.“ „Das Außergewöhnliche daran ist, dass sie alle so gut sind.“
Wüsste man es nicht besser, würde man der resoluten Frau einen gewissen Sarkasmus unterstellen. In Anbetracht ihrer großartigen Gruß- und Abschiedsfloskeln handelt es sich aber wohl eher um besonderen Anstand – oder um ehrliche Lebensfreude.

So schreibt Königin Elizabeth an Churchill „Mit vorzüglicher Hochachtung“ , an Prinz Paul von Jugoslawien „Stets herzl. Deine“ und an Eleanor Roosevelt „Ihre aufrichtige Freundin“.
Doch Ihre wohl bekannteste Schlussformulierung ging an ihre Nichte Elizabeth Elphinstone:

„Tinkety tonk, altes Haus & nieder mit den Nazis.
Stets deine dich liebende

Peter“

Warum Peter? Angeblich konnte eines der Elphinstone-Kinder den Namen Elizabeth nur als „Peter“ aussprechen. Dass die Königinmutter das in ihre eigenen Briefe übernahm, zeugt von ihrer erfrischenden Menschlichkeit.

Diese und viele weitere Anekdoten rund um das schöne Thema Briefe finden Sie in unserem Bestseller „Briefe!“ von Simon Garfield.

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