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In wenigen Tagen erscheint nun endlich Simon Garfields Buch „Briefe!“. Seid ihr auch schon neugierig? Dann macht doch mit bei unserer Leserunde in der Leser-Community www.lovelybooks.de. Dort könnt ihr euch nach Herzenslust mit anderen Lesern austauschen, diskutieren und gemeinsam in dem Buch schmökern. Erfahrt, wie sich schon Petrarca über den miserablen Zustelldienst beklagte, warum Jane Austens Briefe stinklangweilig sind und was es damit auf sich hat, dass Charlie Brown nie eine Valentinskarte bekommt.

Simon Garfield erzählt all das und noch viel mehr in seinem Buch „Briefe!“. Der Untertitel „Ein Buch über die Liebe in Worten, wundersame Postwege und den Mann, der sich selbst verschickte“ verrät, was uns erwartet. Simon Garfield erzählt dabei viele Anekdoten, wie eben diese über Willie Reginald Bray, einen jungen Londoner, der auf die Idee kam, sich selbst per Post zu verschicken:

1898 bekam Bray, ein Fahrrad-verrückter Neunzehnjähriger, der im Süden Londons lebte, ein Exemplar des Post Office Guide in die Hand, eines wuchtigen Handbuchs, das vierteljährlich vom britischen Postministerium herausgebracht wurde, um seine Kunden über seine zahlreichen Dienstleistungen auf dem Laufenden zu halten. Für sechs Pence nach alter Währung erfuhr man die richtige Art, einen Brief zu adressieren, und dass man der Post alle möglichen Dinge anvertrauen konnte, sofern sie denn ordentlich verpackt und gestempelt waren. So konnte man zum Beispiel Lebewesen per Post schicken, darunter eine einzelne lebende Biene, »falls in einem passenden Behältnis befindlich«, und »besondere Vorkehrungen können im Bedarfsfall für Hunde getroffen werden«. Flüssigkeiten durften versandt werden, »vorausgesetzt, die Flaschen sind ordnungsgemäß verschlossen«. Das Verlockendste aber war folgende Zeile, die bewies, wie weit man seit der schwarzen Penny-Marke von 1840 fortgeschritten war: »Die Postmeister können die Beförderung einer Person zu einer Adresse per Eilboten sicherstellen.« Reginald Bray beschloss, diese Möglichkeiten bis zum Äußersten auszureizen. Er fing bescheiden an, mit dem Versand eines Kaninchenschädels (den Kaninchenschädel adressierte er entlang des Nasenbeins und klebte die Marken auf die Schädeldecke) und einer Rübe, und als sie sicher bei ihm zuhause ankamen, versandte er ohne Verpackung eine Melone (den Hut), eine Bratpfanne, eine Fahrradpumpe, Hundekekse, Zwiebeln und eine Handtasche (in der die Marken waren). […]
1900 gelang es ihm, sich selbst zu verschicken, und er bezahlte das Postministerium, ihn zu Fuß nach Hause zu begleiten. Diese Übung wiederholte er 1903 und verschaffte sich einen Vordruck, der in der Zeile, die für das Wort »Brief« oder »Paket« vorgesehen war, die Beschreibung »Person, Radfahrer« enthielt.
(Aus: Garfield, Briefe!)

Reginald Bray

Reginald Bray (mit Fahrrad) wird nach Hause zugestellt. © Zoe James (Aus: Garfield, Briefe!)

Bevor die Leserunde startet, habt ihr ab sofort sogar die Möglichkeit, eines von 20 Exemplaren zu gewinnen. Schaut einfach bei unserer Leserunde vorbei unter http://www.lovelybooks.de/autor/Simon-Garfield/Briefe-1179022260-w/leserunde/1189965178/

Leserunde

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