Schlagwörter

, , , , ,

Wir befinden uns in den frühen Dreißigern des letzen Jahrhunderts, wenige Jahre bevor der Zweite Weltkrieg die Menschheit erschüttern wird. Zwei berühmte Pazifisten, die auf ihre Weise die Welt zum Beben bringen, schreiben sich Briefe. Der Wissenschaftler Einstein und der Friedenskämpfer Gandhi werden sich zwar nie persönlich kennenlernen – trotz ernst gemeinter Absichten. Aber allein deren Korrespondenz zeugt von ihrer (weltanschaulichen) Nähe:

Einstein an Gandhi

„Verehrter Herr Gandhi,
ich benutze die Anwesenheit Ihres Freundes in unserem Hause, um Ihnen diese Zeilen zu senden. Sie haben durch Ihr Wirken gezeigt, dass man ohne Gewalt Grosses selbst bei solchen durchsetzen kann, welche selbst auf die Methode der Gewalt keineswegs verzichtet haben. Wir dürfen hoffen, dass Ihr Beispiel über die Grenzen Ihres Landes hinaus wirken und dazu beitragen wird, dass an die Stelle kriegerischer Konflikte Entscheidungen einer internationalen Instanz treten, deren Durchführung von allen garantiert wird.

Mit den Ausdruck aufrichtiger Bewunderung

Ihr
(unterschrieben mit) ‚A. Einstein‘

Ich hoffe, dass ich Sie noch einmal von Angesicht sehen werde.“

Einstein schreibt

Daraufhin Gandhis Antwort:

„London, der 18. Oktober 1931

Lieber Freund,
Ich war hocherfreut, dass Sundaram [ein Vertrauter Gandhis] mir Ihren Brief überbracht hat. Es ist ein großer Trost für mich, dass meine Arbeit Ihnen wohl gefällt. Ich würde mir wirklich wünschen, dass wir uns von Angesicht zu Angesicht treffen und das gerne in Indien, in meinem Ashram.

Ihr sehr ergebener

(unterschrieben mit) ‚M. K. Gandhi’“
Gandhi schreibt

Advertisements